Der wäre nicht durch die Endkontrolle gegangen

Seit heute morgen regnet es. Ich packe einen kleinen Schirm in meine Jackentasche, obwohl mir der Gedanke, mit ihm durch Adorf zu spazieren, ein leichtes Unwohlsein bereitet. Der Schirm fällt fast auseinander – ein Billigmodell von H&M. Die Streben sind verbogen und ich muss ihn einmal gegen den Wind halten, damit er nicht umklappt.

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Die Wunderkiste

Kiste, Sammlung Munzert

Mein zweiter Termin in Adorf: Herr Rößler stellt einen Karton auf den Tisch – gefüllt mit Werbebroschüren, Brigadetagebücher, Ordner, eine Kiste mit Ersatzteilen, Schirme, Beutel und Stoffreste, zusammengetragen und dem Verein überlassen von Frau Munzert, der ehemaligen Lehrausbilderin des VEB Schirmfabrik Karl-Marx-Stadt.

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8500 Schirme pro Tag

Konsument Versandhaus Katalog, Frühjahr/Sommer 1969

Vom Haltepunkt Adorf/Erzgebirge geht es ca. 1km leicht bergauf in Richtung Vereinshaus. Neben dem Kulturverein nutzt auch der Geschichts- und Ortsverein die Räume. Mit dessen Vorsitzenden, Herrn Rößler, bin ich 18 Uhr verabredet. Drei hell erleuchtete Fenster laden mich zum Näherkommen ein – ich erblicke ca. 15 Männer und zwei Frauen an einem großen Tisch.

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Der teuerste Schirm in der DDR kostete 96 M

Im Chemnitzer Stadtteil Siegmar befand sich ein Teil (von vier) des VEB Schirmfabrik Karl-Marx-Stadt, der Betriebsteil für die Metallverarbeitung und die Betriebsdirektion.
In unmittelbarer Nähe befindet sich das Ladengeschäft „Schirm Gey“. Im Dezember telefonierte ich mit der Inhaberin, Frau Friedrich, und wir vereinbaren ein Treffen im Januar.

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31086

31086 : Akte zur VEB Schirmfabrik Karl-Marx-Stadt

Die Akte aus dem Staatsarchiv Chemnitz zum VEB Schirmfabrik Karl-Marx-Stadt hat einen Umfang von 0,08 lfm – ungefähr so viel wie in einen Ordner passt. Während des Akteneinsehens kam ich mir wie ein Eindringling vor, der ich tatsächlich war, als ich Briefe/Schreiben, Stellungnahmen und Geschäftsberichte las. „31086“ weiterlesen