Von Ecken und Dreiecken

Ich nutze hin und wieder Ebay, um nach Dingen, die mit der Schirmfabrik in Zusammenhang gebracht werden können, zu schauen. Ein Angebot lässt mich staunen: Es werden Beutelecken zum Kauf angeboten. Der Startpreis liegt bei 2,50€ und die Laufzeit beträgt noch 6 Tage. Ich beschließe zu warten.

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Ausflug nach Greiz

Im Museum Unteres Schloss finde ich wenig Informationen über die Geschichte zum VEB Greika Greiz1. Ich hatte mir mehr erhofft, zumal auf der Internetseite der Stadt Greiz über die Textilausstellung des Museums folgende Informationen zu finden sind:
“Die ehemaligen Wirtschaftsräume für den fürstlichen Hof beherbergen seit 1998 eine Schauwerkstatt zur Herstellung und Geschichte des Greizer Textilwesens. Die Weberei und später die Textilindustrie mit den textilverarbeitenden Gewerken prägten Greiz über 500 Jahre…“
Meine Verwunderung darüber teile ich einer Mitarbeiterin am Eingang des Museums mit. Sie antwortet, dass es kaum noch Menschen gibt, die über Webstühle, Strickmaschinen usw. Auskunft geben könnten.
15 Minuten später treffe ich mit Herrn Hildmann und Herrn Dietz auf zwei Greizer mit umfangreichem Wissen über Textilindustrie und deren Geschichte.

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Einwurf 6

In einem Päckchen befinden sich Teile für 15 Bezüge. Wir nehmen die ersten zwei zusammenhängenden Teile und legen beide genau aufeinander und ziehen das obere Teil 1 mm nach links. Jetzt führen wir beide Teile mit der Spitze zuerst in die Spirale des Säumers ein. Dabei müssen wir beachten, dass das Füßchen etwas angehoben wird und die Teile unterhalb der Spirale des Säumers geschoben werden. Nachdem wir ein Stück genäht haben, fassen wir um und legen beide Teile an der Spitze mustergerecht aufeinander. Alle Teile werden nacheinander durchgesäumt und die entstehende Kette wird auseinander geschnitten.

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Quereinstieg

Vier bis sechs Wochen lernten Quereinsteigerinnen in der Mechanik.
„Sie durften erstmal mit alten Stoffen probieren, um ein Gefühl für das Nähen mit der Maschine zu entwickeln. Gerade beim Muster war es wichtig, dass dieses beim Zusammennähen der Bezugsstoffe an der Krone übereinstimmte“ erfahre ich von Frau Aurich. Die gelernte Schirmnäherin zeigte den Frauen spezielle Handgriffe, denn sie mussten ja später auf eine gewisse Stückzahl kommen, wenn sie selbstständig von zu Hause aus nähten.

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Bis an den Bodensee

In der Bäckerei Viertel in Adorf entdecke ich in einem Regal neben Gläsern mit Pflaumenmus Schirmbeutel. Die zwei Euro pro Beutel kommen dem Heimatverein zu Gute. Ich entscheide mich für einen Bordeauxfarbenen. Die Teile an den Seiten zeigen im Rapport eine ca. 2cm große Figur in schwarzer Herrenbekleidung mit Hut, weißem Oberhemd, Aktentasche und Stockschirm. Das mittlere Teil hat unterschiedlich breite dunkelrote, schwarze, bronzefarbene und graue Streifen.

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Einwurf 4

Am 3.11.89 fand unser diesjähriges Betriebsvergnügen in Klaffenbach statt. Diese Festveranstaltung, anlässlich unseres 40 jährigen Betriebsjubiläums wurde mit viel Aufwendung vorbereitet. Schon am Eingang erhielt jeder Betriebsangehöriger einen Minischirm „S“ – Sonderanfertigung, eine Flasche Sekt und ein paar Blümchen. Nachdem wir ein Abendessen eingenommen hatten, wurde die Belegschaft vom Betriebsdirektor begrüßt. Nachdem er die Entwicklung der Schirmfabrik Revue passieren ließ, folgten einige Auszeichnungen. Anschließend hatten die Organisatoren noch ein Kulturprogramm organisiert. Anschließend haben wir dann meist „feucht-fröhlich“ das Tanzbein geschwungen.
S.Munzert

[1989]