Buschwindröschchen, Schlüsselblumen und Pferdekümmel

Beatrice Geyer hat für meinen Besuch in Langenwetzendorf einiges vorbereitet. Im Raum verteilt liegen Mappen mit unzähligen Entwürfen, Behälter mit Stoffproben oder Coupons aus ihrer Zeit im Musterbüro der Greika Greiz. Sofort beginnt sie zu erzählen.

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Immer an der Schirmfabrik vorbei

Meine Erinnerungen an die Schirmfabrik
Als ausgebildete Kindergärtnerin arbeitete ich von 1968 bis zum Ende meiner beruflichen Tätigkeit 2001 als Gruppenerzieherin im Kindergarten Adorf. Der Kindergarten befand sich damals wie heute in der ehemaligen Köhler-Villa unmittelbar neben der Schirmfabrik. Viele Mütter der Kinder, die ich betreute, arbeiteten in der Schirmfabrik. Es gab deshalb viele Kontakte zwischen der Schirmfabrik und dem Kindergarten. Wie damals üblich gab es Patenbrigaden. Ich hatte über sehr viele Jahre, möglicherweise waren es weit mehr als zehn Jahre, mit meinen Kindergartengruppen immer die Lehrlinge, betreut von Frau Munzert, als Patenbrigade. Es gab mehrmals im Jahr gegenseitige Besuche. Wir waren zum Internationalen Frauentag in der Schirmfabrik, aber auch zu anderen Anlässen.
Den Kindern bereitete es Freude, das Gelernte, z.B. Gedichte, Lieder und Märchenspiele darzubieten. Bei den Bastelarbeiten, als Geschenke für die Patenbrigade, gaben sie sich besonders viel Mühe. Die Gegenbesuche waren ebenfalls Höhepunkte im Kindergartenalltag. Die Kinder freuten sich jedes Mal über die Geschenke (z.B.: Handpuppen und Turnbeutel aus Schirmstoffresten). Die Zusammenarbeit lief sehr harmonisch ab. Für die Kinder waren die Besuche immer ein schöner Ansporn. Sie halfen auch mir in meiner Arbeit als Erzieherin.
Annemarie Seifert, 1.3.2020

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Teile in irgendeiner Schublade

Normalerweise treffen sich alle zwei Wochen am Montag Frau Schindler und Frau Speck mit anderen Frauen zum gemeinsamen Klöppeln im Vereinshaus. Aufgrund der Coronaschutzverordnung ist dies momentan leider nicht möglich, sagt Frau Schindler.

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Muster

Alle neuen Dessins sind zuerst in die Musterabteilung gekommen, erzählt Frau Hielscher. „Jedes Muster haben wir in Mustermappen gesammelt. Wir haben Streifen geschnitten, dann wurden Stücke daraus gestanzt und später in einer Mappe einzeln eingeheftet und gestempelt. Jedes Muster hatte seine eigene Nummer.“ Der Verbleib dieser Bücher ist Frau Hielscher nicht bekannt.

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Hand in Hand

Mittlerweile ist meine Sammlung fotografierter Schirmbeutel auf 85 angewachsen. Ungefähr so viele Menschen habe ich gefragt, ob sie noch wissen, woher sie die Beutel haben, bevor ich ihnen von meiner Suche erzähle. Einmal fragte mich eine Passantin, ob ich Frau Loos kenne. Sie ist aus der Verwandtschaft und hätte auch viel zu erzählen, worauf ich antwortete, dass ich mich mit ihr bereits zum Gespräch verabredet habe.

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